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RGM 20220 (Umbau H13640)

RGM 20220 (Umbau H13640)

Die Freigamesskammer RGM 20220 basiert auf der Mechanik der Herfurthanlage H13640. Im Jahr 2003 wurde die Anlage entkernt und durch die RaTec modernisiert. Neben der gesamten Elektronik, wurden auch die Messdetektoren mit der von RaTec entwickelten Messtechnik ausgestattet. Die Bedienung erfolgt über eine eigens entwickelte Betriebssoftware, die Datenkomunikation über das serielle Datenbussystem "CAN" (Controller Area Network).

Die Freigabemesskammer ist zur Durchführung von Entscheidungsmessungen an Messgütern nach dem Prinzip der Gesamt-Gamma-Aktivitätsmessung in 4 ?-naher Messgeometrie bestimmt.
Die Messkammer ist in der Lage, eine unabgeschirmte Gesamt-Gamma-Aktivität von 50 Bq an einem
Messgut nachzuweisen. Bei einem einzuhaltenden massenspezifischen Grenzwert von z.B. 0,1 Bq/g entspricht dies einem minimalen Messgutgewicht von 0,5 kg, welches nicht unterschritten werden darf.
Die Freigabe-Messkammer kann Gebinde mit den Abmessungen von ca. 650 mm * 650 mm * 1000mm (B x T x H) aufnehmen. Das Maximalgewicht eines Gebindes darf bis zu 300 kg betragen.
Die Anlage besteht aus einer mittels Kran oder Gabelstapler versetzbaren Messkammer (Gewicht ca. 4,5 Mg) und einer separaten Auswerteeinrichtung bestehend aus einem Industrie-PC (19"-Technik), einem TFT-Monitor, Tastatur mit Mousepad.

Die Messkammer besteht aus einem verschweissten Stahlrahmen, der die allseitige Bleiabschirmung (50 mm) trägt. Die Teile sind lackiert (Fernblau RAL 5033) und bieten einen guten Schutz vor Korrosion.

Messkammerabmessungen ca.:  1500 mm *  3600mm *  2000 mm (B x T x H)
Kammergewicht ca.: 4,5 Mg

Die Kammer ist im Inneren als leicht zu dekontaminierende Edelstahlbox mit einer lichten Weite von ca. 650 * 650 * 1000 mm³ (B x T x H) ausgeführt. Der Zugang ins Innere wird von vorne über eine elektromotorisch angetriebene (Spindelantrieb) Schwenktür errreicht. Die Tür besitzt Endlagenschalter und wird in kugelgelagerten Scharnieren bewegt.
Vor der Messkammertür befindet sich eine Hebevorrichtung mit Rollenförderer. Die Vorrichtung hebt das Messgut auf das Niveau des Rollenfördersystems in der Messkammer. Hiermit wird ein leichtes manuelles Be- und Entladen erreicht. Der Antrieb der Hebevorrichtung erfolgt mit einem elektromotorischen Linearantrieb.

In den Messkammerflächen sind insgesamt 10 Großflächen-Plastik-Szintillationsdetektoren der Typenreihe HPD 50 x 50 x 10 installiert.
Um eine Zugänglichkeit zu den Detektoren zu gewährleisten, lässt sich die innere Edelstahl-verkleidung demontieren. Unter dem Messkammerboden ist eine Wägebrücke montiert. Die Eckpunkte der Brücke nehmen das Rollenfördersegment in der Messkammer auf.

Die Auswerteeinheit (19" Industrie-PC) ist mit der Messkammer über steckbare Versorgungs- und Steuerleitungen, die in einem flexiblen Schutzrohr verlegt werden, verbunden.
Die Leitungslänge ist praktisch nicht limitiert. Ohne zusätzliche Einrichtungen sind bis ca. 100m völlig problemlos.


Die Messeinrichtung führt die Entscheidungsmessung nach der neuen Strahlenschutzverordnung "StrlSchV" §29 Reststoffe und §44 Werkzeuge/Kleinteile durch.